Paartherapie • Hypnosetherapie • psychologische Beratung • Heilpraktiker für Psychotherapie
Die ganzheitliche Praxis für Beratung und Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz in Magdeburg

Wissensdatenbank
Symptome / Entzugserscheinungen bei Mediensucht - Spielesucht - Handysucht
Wenn die Medienzeit bei Personen mit Computerspiele - Handysucht plötzlich reduziert wird, können verschiedene körperliche, psychische und soziale Symptome auftreten. Diese Reaktion ähnelt einem Entzug, da exzessives Gaming nach ICD-11 als Verhaltenssucht klassifiziert wird.
Psychische Symptome
Reizbarkeit und Aggression
– häufiges Symptom, wenn der Zugang zu Spielen plötzlich endet
– kann sich verbal oder physisch äußern
Depression oder Niedergeschlagenheit
– Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Gefühl von Sinnlosigkeit
Angst und Unruhe
– z. B. Angst, etwas zu verpassen („FOMO“), soziale Ängste, innere Unruhe
Langeweile, innere Leere
– andere Aktivitäten erscheinen „sinnlos“ oder „langweilig“
Wutausbrüche / Kontrollverlust
– v. a. wenn Frustration nicht reguliert werden kann
Körperliche Symptome
Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit
– als Ausdruck psychischer Belastung (psychosomatisch)
Schlafstörungen
– Ein- und Durchschlafprobleme, intensive Träume vom Spiel
Appetitveränderungen
– v. a. Appetitlosigkeit oder Stressessen
Soziale Symptome
Rückzug
– keine Lust auf soziale Kontakte, Freunde oder Familie
Konflikte mit Bezugspersonen
– z. B. Eltern als „Feindbild“, Eskalationen im Alltag
Widerstand gegen Alternativen
– Ablehnung anderer Freizeitangebote (z. B. Sport, Hobbys)
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⚠ Wichtig zu wissen
Ein plötzlicher Entzug ohne begleitende Unterstützung kann die Symptome verstärken und zu einer Verschlechterung der Beziehung führen.
Die psychologische Erklärung: Das Belohnungssystem im Gehirn ist an die schnelle Dopaminausschüttung durch das Spiel gewöhnt – fällt das weg, entsteht ein „Belohnungsdefizit“, das Frust erzeugt.
Was stattdessen hilfreich ist
Schrittweise Reduktion der Spielzeit statt plötzlicher Entzug
Verständnisvolle Kommunikation über Gründe & Alternativen
Erarbeitung neuer Routinen (z. B. Sport, Natur, Hobbies)
Verhaltenstherapeutische Begleitung, ggf. Familientherapie
Klare Regeln mit Partizipation des Kindes
– z. B. Mediennutzungsvertrag gemeinsam erstellen